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Edle Orchideen

Exklusiver Trendsetter

November

November 2016: Edle Orchideen

Aufsehenerregende Formen, herrliche Farben, spektakuläre Blüten, der November steht ganz im Zeichen der Orchideen, die einem großen Publikum noch nicht so bekannt sind. Gebe diesen außergewöhnlichen Schönheiten darum in diesem Monat einen besonderen Platz.

Die Geschichte hinter den edlen Orchideen

Ehre wem Ehre gebührt, in der Familie der Orchideengewächse ist die Phalaenopsis der Vorreiter gewesen, der die große Öffentlichkeit mit der exotischen Schönheit der Orchideen vertraut gemacht hat.

Diese Pflanzenfamilie zählt aber noch viele weitere wunderschöne Blühpflanzen, die ebenso unkompliziert im Umgang sind und bestimmt so charismatisch. Diese exklusiven, unentdeckten Schätze verdienen es bekannter zu werden, schon weil sie so ausgezeichnet zu den aktuellen Wohntrends passen, bei denen das Geheimnisvolle und überirdisch schöne Formen eine Rolle spielen.

Herkunft der Orchideen 

Orchideen sind krautige, ausdauernde Pflanzen und kommen fast überall auf der Welt in freier Natur vor, sowohl in wärmeren als auch in kühleren Gebieten, 85 Prozent der Arten stammen jedoch aus den Tropen und Subtropen. Die Blüte der Orchidee ist von der anderer Pflanzen leicht zu unterscheiden. Sie setzt sich aus drei Kelchblättern und drei Kronblättern zusammen. Das mittlere Kronblatt weicht in der Form ab, es ist vergrößert und wird darum auch als Lippe bezeichnet. Die Lippe ist eine Art Plattform, über die Insekten leichter das Zentrum der Blüte erreichen können. Im Zentrum befindet sich ein Pollenbündel, auch Stempel genannt. Alle Pflanzen aus der Orchideenfamilie haben den gleichen Blütenaufbau.

Edle Orchideen und ihre Kultur 

Gemeinsam bilden die Orchideen eine der größten Pflanzenfamilien. Es sind mehr als 20.000 Arten bekannt und regelmäßig werden immer noch neue entdeckt. In wärmeren Gebieten, wie dem tropischen Regenwald, wachsen Orchideen oft auf Bäumen, Ästen oder auf Zweigen, wo sie Luftwurzeln bilden. Diese Pflanzen werden epiphytische Orchideen genannt.

Epiphyten sind Pflanzen, die auf einem Wirt wachsen, ohne dass sie diesem Nährstoffe entziehen. Das bedeutet für die Exemplare in gärtnerischer Kultur, dass sie nur wenig Wasser benötigen und in speziellen, luftdurchlässigen Substratmischungen kultiviert werden. So werden die natürlichen Bedingungen so gut wie möglich nachgeahmt.

Worauf musst du beim Kauf edler Orchideen achten?

  • Beim Kauf der Orchideen achte vor allem auf die Topfgröße, die Anzahl der Blüten und Knospen pro Stiel und die Erscheinungsform.
  • Die Pflanzen müssen frei von Krankheiten und Schädlingen sein. An den Blüten kann Botrytis (= Sprenkel oder Pocken) auftreten, ein Pilz, der den Zierwert stark herabsetzt.
  • Wenn die Blüten oder Blätter beschädigt oder verunreinigt sind, liegt dies oft am Transport oder der Lagerung oder daran, dass die Pflanze im Gewächshaus mechanisch beschädigt wurde (abgeschnittene Blattränder). 
  • Außerdem können sich verwelkte Blüten an der Pflanze befinden oder Knospenfall und eingetrocknete Knospen auftreten. Dabei kann es sich um einen Äthylenschaden handeln, der durch das gasförmige Reifehormon, dem die Pflanzen ausgesetzt waren, ausgelöst wurde. Es verursacht Knospenfall und beschleunigt das Aufblühen. Die Pflanze kann gelbe Blätter aufweisen, wenn sie zu nass oder zu trocken gehalten wurde. Ein Befall von Napfschild-, Woll- oder Schildlaus kann sehr lästig sein und ist schwer zu bekämpfen.
  • Die empfohlene Lagertemperatur liegt bei 12-16°C. Kälteschäden (dunklere Flecken auf den Blättern) entstehen durch zu niedrige Temperatur, die Pflanzen sollten dann in einer Schutzfolie verpackt angeboten werden. Insbesondere in den Wintermonaten ist es wichtig, auf die Reife der Knospen zu achten. Zu unreife Pflanzen entwickeln sich in den lichtarmen Monaten schlechter. 

Auswahl im Orchideensortiment

Es ist eine große Auswahl an Arten und Sorten erhältlich. Hier in alphabetischer Reihenfolge eine Übersicht der exklusivsten Orchideen und ihrer Merkmale.

  • Brassia: Brassia stammt aus den subtropischen und tropischen Gebieten Südamerikas. Die meist spitzen Blüten duften und entlang der langen Stiele befinden sich zahlreiche Knospen. Brassia kommt auch mit weniger Licht zurecht. Es sind im Handel mehrere Sorten in verschiedenen Farben erhältlich, u.a. Eternal Wind und Orange Delight
  • Cattleya: Cattleya wird die Königin der Orchideen genannt. Sie ist auch beliebt als Schnittblume in der Brautfloristik. Die Pflanzen haben große, oft stark duftende Blüten, die 5 bis 15 cm groß sind und die schönsten Farben haben. Die Blüte ist tatsächlich auffälliger als die Blätter, von denen nur wenige vorhanden sind. 
  • Dendrobium nobile: Das Dendrobium-Sortiment wurde in den letzten Jahren stark ausgeweitet. Für die bekannteste Art, Dendrobium nobile, sind aufrechte, vertikale Stiele, die mit Blüten besetzt sind, charakteristisch. Diese Pflanzen stammen aus hochgelegenen, recht kühlen Gegenden. Als Schnittblume ist Dendrobium schon seit Jahren bekannt. Die Pflanzen, die in Bezug auf die Blüte der Art besonders ähneln, sind D. ‘Pink Bunny’ und D. ‘Polar Fire’ Andere Arten sind D. kingianum, eine hübsche buschige Art mit sehr natürlichem Wuchs, und D. Yellow Winter Beauty, mit schönen grüngelben Blüten.
  • Paphiopedilum: Der Frauenschuh ist ein Klassiker im Orchideensortiment. Den Namen verdankt die Pflanze der charakteristischen schuhförmigen Lippe. Die Pflanzen wachsen in der freien Natur auf dem Boden und stammen ursprünglich aus den tropischen Gegenden Asiens und Mittelamerikas. Es gibt zahlreiche Arten, Sorten und Kreuzungen im Sortiment. So gibt es Amerikanische Hybriden, Maudiae-Typen und Multiflowers. Die meisten Pflanzen bilden jedoch nur einen Blütenstiel mit einer einzelnen Blüte. 
  • Zygopetalum: Die Bekanntheit von Zygopetalum im Sortiment nimmt zu. Diese Pflanze stammt ursprünglich aus Südamerika, wo sie als Epiphyt in freier Natur wächst. Die auffälligen, farbigen Blüten in Dunkelblau, Rot, Violett, Weiß oder Grün verbreiten manchmal einen angenehmen, süßen Duft.

Pflegetipps

  • Die Pflege ist abhängig vom Herkunftsgebiet und der Art des Wuchses. Die meisten Arten der edlen Orchideen schätzen jedoch einen Standort mit Zimmertemperatur und ausreichender Helligkeit, aber keine grelle Sonneneinstrahlung. 
  • Orchideen mögen keine stehende Nässe im Wurzelbereich und werden eher in einem Rindensubstrat angeliefert, anstelle von Erde. In beiden Fällen gilt: alle 10 bis 14 Tage tauchen oder eine halbe Stunde in lauwarmes Wasser mit etwas Orchideendünger stellen und anschließend gut abtropfen lassen. 
  • Wenn die Pflanze verwelkt ist, können die vertrockneten Blütentriebe direkt über dem Boden abgeschnitten werden. Steht die Pflanze in der Ruheperiode kühl, kann sie nach einiger Zeit neue Triebe bilden, aus denen sich neue Blütenstiele entwickeln. Die Häufigkeit des Blütenflors variiert je nach Art. So kann Zygopetalum gut drei Mal im Jahr blühen, während Oncidium erst nach 9-12 Monaten erneut blüht.

Edle Orchideen

  • Die Vielseitigkeit der Farben und Formen im exklusiven Orchideensegment eröffnet viele Anwendungsmöglichkeiten sowohl in modernem als auch in klassischem Interieur. 
  • Die Pflanzen geben für ein wenig Pflege viel Schönheit und Ausstrahlung zurück. 
  • Edle Orchideen sind ein passendes Geschenk für besondere Anlässe und beliebt unter Trendsettern.

Text und Bild: www.tollwasblumenmachen.de/