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Zwergpfeffer

Dekorative Solisten oder gesellige Exoten?

April

April 2016: Der Zwergpfeffer

Im April ist der markante Zwergpfeffer oder Peperomie die Zimmerpflanze des Monats. Äußerst dekorativ, mit einer tollen Wirkung – als auffällige Solistin oder glänzend in der Gesellschaft anderer Zwergpfefferarten.

Die Geschichte des Zwergpfeffers

Der Zwergpfeffer ist eine Gattung, die zu der Familie der Pfeffergewächse zählt. Sie ist eine Verwandte des Pfeffers, daher ihr Name „dem Pfeffer gleichend”. Es handelt sich um eine große Pflanzenfamilie mit mehr als 1500 Arten, von denen die meisten aus den tropischen Regenwäldern Zentral- und Südamerikas stammen. Oft sind es krautige Pflanzen, Sträucher oder Kletterpflanzen mit nicht besonders spektakulären Blüten. Diese haben meist die Form einer Ähre und sehen aus wie ein kleines Pflänzchen. Bei Zwergpfeffer geht es vor allem um die dekorativen Blattformen, -farben und -zeichnungen. Die Pflanzen haben teils sukkulente Eigenschaften, das bedeutet, sie können in ihren fleischigen Stielen oder Blättern Wasser speichern, um in Zeiten mit Wassermangel darauf zugreifen zu können. Diese Eigenschaft ist bei Zwergpfeffer jedoch deutlich geringer ausgeprägt als bei Vollblut-Sukkulenten oder Kakteen. 

Worauf du beim Kauf von Zwergpfeffer achten solltest:

  • Zwergpfeffer werden nach Topfgröße, Pflanzenform, Höhe und Uniformität sortiert.
  • Beim Kauf von Zwergpfeffer ist es wichtig, dass die Pflanzen frei von Krankheiten und Schädlingen sind, obwohl die Pflanzen dafür kaum anfällig sind.
  • Die meisten Zwergpfeffer werden durch Stecklinge vermehrt. Alle Zwergpfeffer sind kälteempfindlich, die Temperatur für die Lagerung und den Transport der Pflanzen sollte daher über 12-15°C liegen. Dunklere Flecken auf dem Laub sind manchmal ein Zeichen für Kälteschäden. 
  • Durch die sukkulenten Eigenschaften können die Pflanzen in der Verkaufsphase recht trocken gehalten werden. Zuviel Feuchtigkeit kann – besonders wenn die Pflanzen in einer Kunststoffhülle stehen – zu einem Befall mit Botrytis oder anderen Pilzen führen, die die Pflanze in kürzester Zeit faulen lassen. 
  • Wenn sich das Blatt verfärbt oder vertrocknet, kann dies an Spinnmilbenbefall liegen. Dies kommt unter warmen und trockenen Bedingungen vor, also regelmäßig auf Schädlingsbefall kontrollieren. 
  • Das Blatt reagiert empfindlich auf das Besprühen mit Blattglanz. Der Zwergpfeffer hat Spaltöffnungen an der Oberseite der Blätter. Blattglanzspray kann diese Öffnungen verstopfen, mit der Folge, dass sich das Blatt schwarz verfärbt.

Auswahl Zwergpfeffer-Sortiment

Das Zwergpfeffer-Sortiment ist sehr umfangreich und vielfältig. Es gibt reichlich Auswahl bei Blattfarben und -formen.

Die am häufigsten vorkommende Art ist Peperomia obtusifolia, mit stumpfen, runden, fleischigen Blättern. Es gibt verschiedene Sorten in grün und mit bunten Farben wie 'Green’ oder 'Green Gold’. Andere Arten und Sorten sind: P. rotundifolia mit runden, grünen Blättern, P. clusiifolia mit dickfleischigen, runden Blättern und P. caperata mit leicht gerippten Blättern. Die Blätter von P. ‘Green Split’ ähneln denen grüner Bohnen, was ihr den Namen „Happy Bean“ eingebracht hat. Einzelne Sorten haben auch auffallende Blüten: P. ‘Rosso’ (eine Pflanze, die sich auf der Unterseite des Blattes auch noch rot verfärbt) oder P. ‘Lilian’, die mit verdickten Stielen blüht, ein Phänomen, das man als Fasziation oder Verbänderung bezeichnet. 

Pflegetipps

  • Zwergpfeffer sind „Easy care“-Produkte, die wenig Pflege benötigen. Der Standort sollte möglichst hell sein, aber nicht in der vollen Sonne. Auch hier gilt die Regel: „Je bunter das Laub, desto heller muss die Pflanze stehen”. Im Frühjahr und Sommer kann der Zwergpfeffer sowohl im Haus als auch draußen stehen, wenn die Temperaturen nicht mehr unter 12 - 15°C sinken. 
  • Große Temperaturschwankungen und Zugluft sind zu vermeiden. 
  • Durch das fleischige Blatt benötigen die Pflanzen nicht viel Wasser, einmal wöchentlich gießen reicht aus. Es sollte sich keine stehende Nässe im Wurzelbereich bilden. Damit die Pflanzen lange schön bleiben, ist es empfehlenswert, alle vier Wochen zu düngen. 
  • Zwergpfeffer können im Frühling geschnitten werden. Schneide die Enden der Triebe ab, so dass sich wieder neue Triebe bilden und die Pflanze ein volleres Aussehen bekommt. Noch eine Anmerkung: Zwergpfeffer eignen sich nur zur Dekoration und nicht um Verzehr. 

Der Zwergpfeffer

  • Dank der auffallenden Blätter sind Zwergpfeffer nicht nur als Solo-Pflanze interessant, sondern auch als Gruppe mit verschiedenen Varietäten.
  • Durch die frischen Blattfarben, die kompakte Form und die einfache Pflege ist der Zwergpfeffer gut an Menschen zu verkaufen, die keinen grünen Daumen oder wenig Zeit für die Pflege haben oder für die Bepflanzung großer, dekorativer Schalen für Büros und öffentliche Räume. In Kombination mit verschiedenen Untergründen, passt die Pflanze in moderne und klassische Einrichtungsstiele. Ein niedriger Standort lässt das Blatt besonders gut zur Geltung kommen.

Text und Bild: http://www.tollwasblumenmachen.de/